Biography
International gefeierte Debüts und regelmäßige Gastengagements an den renommiertesten Häusern in Europa, Japan und den USA beförderten Saimir Pirgu rasch in die Riege der gegenwärtig gefragtesten lyrischen Tenöre.
Der 29jährige Tenor wurde in dieser Saison für bedeutende Produktionen eingeladen, wie der vom Schweizer Fernsehen produzierten und von Arte live in ganz Europa ausgestrahlten Verdi Oper La Boheme, die in der Wohnung einer Hochhaussiedlung in einem Arbeiter-Vorort von Bern angesiedelt war. Im November 2009 gab Pirgu auch sein gefeiertes Debüt an der Metropolitan Opera in der Rolle des Rinuccio in Puccini's Gianni Schicchi. Weitere Höhepunkte der Spielzeit 2009/10 waren sein Debüt als Edgardo in Lucia di Lammermoor an der Hamburgischen Staatsoper, die Wiederaufnahme der Titelrolle von Mozart's Idomeneo an der Zürcher Oper mit N. Harnoncourt und der Alfredo in Verdi's La Traviata am Royal Opera House Covent Garden. Pirgu trat ebenfalls in der St. Cecilia in Rom auf, in einem Konzert unter der musikalischen Leitung von M. Jurowski und im Sommer 2009 feierte er als Alfredo an der Seite von Nathalie Dessay in Laurent Pelly's Neuproduktion von La Traviata sein Debüt an der Santa Fe Opera.
Im Sommer 2010 wird Pirgu unter dem Dirigat von James Conlon beim Ravinia Festival den Ferrando in Cosi fan tutte singen, und damit jener Partie vorgreifen, die er kommendes Jahr auch an der Los Angeles Opera zeigen wird. Die Spielzeit 2010/11 wird er jedoch als Don Ottavio starten, unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst in einer der ersten Produktionen des neuen Intendanten der Wiener Staatsoper, Dominique Meyer. Weiters wird Saimir Pirgu mit Alfredo an die Hamburgische Staatsoper zurückkehren und unter Daniel Oren mit Romeo in Gounod's Meisterstück am Teatro Verdi Salerno debütieren. Sein Rollen- und Hausdebüt als Tamino in Mozart's Zauberflöte an der Mailänder Scala ist im Frühjahr 2011 geplant, darüber hinaus wird er mit dem Edgardo in Lucia di Lammermoor an der Washington National Opera debütieren.
Im Frühjahr 2009 sang Pirgu an der Seite von Placido Domingo den Christian in Cyrano de Bergerac am Theatre du Chatelet in Paris (Dir. Patrick Fourniller), nachdem er zuvor sein Los Angeles Opera Debüt in der Rolle des Rinuccio in der von Woody Allen inszenierten Puccini Oper Gianni Schicchi gab, die von James Conlon dirigiert wurde.
Saimir Pirgu's fulminante Darstellung der fordernden Titelrolle Idomeneo unter der musikalischen Führung von Nikolaus Harnoncourt beim Styriarte Festival im Sommer 2008 wurde begeistert von der europäischn Kritik aufgenommen und in folgende Worte gefasst "Eine Sensation, mit großem Talent kombiniert er tonale Schönheit mit der größtmöglichen Expressivität von Text und Drama" und "Ein Name, an den man sich erinnern wird."
Engagements in der Saison 2008/09 umfassten den Duca in Mantova in Rigoletto am Opernhaus Zürich (Dir. Nello Santi), Alfredo an der Opéra Royal de Wallonie Liège unter der musikalischen Leitung von Paolo Arrivabeni und in Lausanne, Mozart's Requiem mit Claudio Abbado und dem Mahler Chamber Orchestra in Turin und Bolzano, Haydn's Schöpfung in Tokyo, Berlioz' Requiem im Wiener Musikverein und ein Gastspiel als Don Ottavio in Budapest, mit der Produktion des Don Giovanni der Wiener Staatsoper, unter dem Dirigat von Adam Fischer.
Weitere Karriere-Höhepunkte verweisen auf Debüts und reguläre Engagemenst an der Wiener Staatsoper (Nemorino, Fenton, Don Ottavio, Ferrando, Alfredo), Bayrische Staatsoper (Ferrando), ABAO in Bilbao (Don Ottavio), Staatsoper unter den Linden in Berlin (Alfredo), Royal Opera House Covent Garden (Rinuccio), Teatro Real Madrid (Giocondo in burbero di buon cuore), Hamburgische Staatsoper (Nemorino, Alfredo, Ferrando, Don Ottavio), Opernhaus Zürich (Fenton, Alfredo, Duca), Teatro Sao Carlo in Lissabon (Ferrando, Duca) und am Teatro Communale di Bologna (Fenton).
Saimir Pirgu wurde im 1981 im albanischen Elbasan geboren und begann in jungen Jahren mit seiner musikalischen Ausbildung. Nachdem er die Auszeichnung als bester Nachwuchssänger beim Umberto Sacchetti Wettbewerb in Bologna und den nach Enrico Caruso und Tito Schipa benannten Wettbewerben gewonnen hatte, wurde ihm sein erstes professionelles Engagement angeboten, das ihn zum Rossini Festival in Wildbad führte und zu einer Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Alberto Zedda. Weitere Engagements folgten an das Rossini Festival Pesaro für Il viaggio a Reims und Adina und 2003 für Lucia di Lammermoor im Teatro dell'Opera in Rom.
Saimir Pirgu's internationaler Durchbruch kam 2004, wo er von Claudio Abbado eingeladen wurde die Rolle des Ferrando in Cosi fan tutte in Ferrara, Reggio Emilia und in Modena zu singen. Im selben Jahr wurde er von der Wiener Staatsoper eingeladen sein Debüt als Nemorino zu geben, wofür er mit der angesehenen Eberhard Waechter Gesangsmedaille ausgezeichnet wurde, und debütierte ebenfalls bei den Salzburger Festspielen mit der Partie des Ferrando unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan.
Im Alter von 22 Jahren veröffentlichte Pirgu seine erste CD bei Universal mit dem Titel "Angelo casto e bel", einer Sammlung bekannter Arien für Tenor. Darüber hinaus entstand beim ORF eine Dokumentation über den jungen Künstler im Zusammenhang mit der Produktion von Idomeneo, die im Sommer 2008 beim Styriarte Festival in Graz entstanden war, und erhielt ein Sängerportrait im Opernglas. Zwei DVDs sind 2010 erschienen: die Produktion von La Boheme des Schweizer Fernsehens und Mozart's Idomeneo des Styriarte Festivals.
